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01 Lesungen Finn-Ole Heinrich
Volles Zirkuszelt in Hannover: Kuppel mit Sternen und Lichterkette, ringsum Publikum, in der Manege der Leseplatz mit rotem Stuhl, Tisch und Mikrofon.

Lesungen

Seit 2005 bestreite ich meinen Lebensunterhalt zu einem guten Teil mit Lesungen. In über zwanzig Jahren sind es mehr als 2800 geworden, und ich habe dabei ungefähr alles ausprobiert: ganz pur im Klassenzimmer und in der Manege im Zirkuszelt, mit Bier im Schrebergarten, auf hunderten von Slams, multimedial oder mit Livemusik. Als Oper, auf dem Schiff und im Bus, mit Live-Illustration oder im Theater, halb spielend, halb lesend, zwischen Reykjavík und Seoul und zur Not sogar digital.

Ich komme nicht und lese einfach vor. Für jedes Buch baue ich eine eigene Situation, die zum Text passt: mal ganz pur, mal mit Licht, Sound und Video, mal mit einer kleinen Szene, in die ich mich hineinspielen kann.

Ich freue mich, wenn jemand nach einer Lesung denkt: Aha, so lässt sich dieses Buch also auch erleben. Manchmal gelingt es, eine Geschichte so zu erzählen, dass sie auf einer Bühne, wie klein auch immer, lebendig wird.

Für wen ist die Lesung?

02 Workshops

Schreib­werkstatt

Ja, ich veranstalte auch Schreibworkshops. Ab Klasse drei. Und für Erwach­sene. Online, an deiner Schule, wo auch immer.

Am besten, du schreibst mir. Workshops und Kurse müssen fast immer individuell angepasst werden.

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03

Was es kostet

Eine Lesung kostet ein angemessenes Honorar. Ich orientiere mich an der Honorarempfehlung des Schriftstellerverbands und an der Honorarordnung der freien Literaturszene Berlin.

Dazu kommt die Anreise: Ich komme mit der Bahn. Wenn nötig, kommt auch noch eine Übernachtung dazu. Es kann deshalb Sinn machen, Lesungen zu bündeln. Gibts in der Nähe vielleicht Schulen, Bibliotheken, Veranstaltungszentren, Kneipen oder Buchhandlungen, die eine Lesung buchen wollen? Dann lassen sich die Fahrt- und Übernachtungskosten teilen und bei mehreren Lesungen gibts auch Rabatt aufs Honorar, is ja klar.

Ich lese überall auf der Welt, wenn ich eingeladen werde und die Bedingungen stimmen. Im Ausland etwa mit dem Goethe-Institut oder der Frankfurter Buchmesse, mit Übersetzung oder vor deutschsprachigem Publikum.

Lesungen lassen sich fördern. Berliner Schulen beantragen das beim Berliner Autorenlesefonds ihres Bezirks. Bundesweit unterstützt der Friedrich-Bödecker-Kreis Lesungen. Oft helfen auch der Förderverein der Schule, ein Rotary oder Lions Club.